Der 34-jährige Rabih Badr aus Marokko steht im Verdacht seine 39-jährige Lebensgefährtin Marianne Orbrist mit mehreren Messerstichen getötet zu haben. Die Beweislast ist erdrückend. Er selbst behauptet jedoch seine Partnerin tot aufgefunden zu haben. Dem mutmaßlichen Mord sollen zwei Streitereien vorausgegangen sein. Einer ersten Rekonstruktion zufolge soll Badr dabb zu einem Messer gegriffen und auf Obrist eingestochen haben. Einer der ihr zugefügten Schnitte soll die Hauptschlagader am Bein durchtrennt haben. Die Frau verlor in der Folge viel Blut und starb. Die genaue Todesursache soll aber durch eine Obduktion geklärt werden. Weitere Erkenntnisse erhofft man sich auch von der Befragung des Tatverdächtigen.

Bei körperlich belastenden Einflüssen in der Arbeitsumgebung steht Südtirol nicht gut da. In fünf von sieben Kategorien ist Südtirol schlechter dran als die Vergleichsländer Italien, Österreich, Deutschland und die Schweiz, das geht aus einer Erhebung des Arbeitsförderungsinstitut AFI hervor. Beim Tragen von Lasten und bei ständig sich wiederholenden Arm- oder Handbewegungen weist Südtirol die schlechtesten Werte auf. Fast jeder dritte Beschäftigte gibt an, mindestens ein Viertel der Arbeitszeit Lasten zu tragen oder zu bewegen. Am meisten betroffen sind wie zu erwarten das Transportwesen und die Logistik, die Landwirtschaft, das verarbeitende Gewerbe und besonders stark das Baugewerbe. Ermüdende oder schmerzhafte Körperhaltungen müssen die Südtiroler Beschäftigten weniger oft einnehmen als die Vergleichsgruppe. Auch das langandauernde Sitzen ist nicht so stark verbreitet wie in der Vergleichsgruppe. In Südtirol werden dem INAIL jährlich etwa 250 bis 300 Berufskrankheiten gemeldet, die Großteils auf körperliche Risikofaktoren zurückgehen.


Der Historiker und Leiter des Stadtarchivs Bozen, Hannes Obermair hat offenbar seinen Rücktritt eingereicht. Angaben zufolge will Obermair nach den Arbeiten zum Mussolini-Relief am Finanzgebäude in Bozen seine Arbeit beenden. Grund für seine Entscheidung sollen Meinungsverschiedenheiten zwischen Obermair und seinem Vorgesetzten sein. Die Grünen sprechen von einem folgenschweren und bedauernswerten Schritt, insbesondere für die Geschichtswissenschaften und die öffentliche Erinnerungskultur in Südtirol. Es sollten alle Versuche unternommen werden, Obermair doch noch umzustimmen, so die Grünen.